Die Tour of the Alps in Südtirol: drei Etappen, drei Gesichter 

Die Tour of the Alps in Südtirol: drei Etappen, drei Gesichter 

Südtirol nimmt bei der Tour of the Alps 2026 eine zentrale Rolle ein und präsentiert sich an insgesamt drei Etappentagen mit einer beeindruckenden landschaftlichen Vielfalt. Am Dienstag, 21. April steht eine anspruchsvolle Etappe mit Zwischenstopp am Reschensee sowie Bergankunft im Martelltal auf dem Programm. Am Mittwoch, 22. April wird eine Etappe im Vinschger Dorf Latsch gestartet, ehe am Freitag, 24. April das große TotA-Finale in der Landeshauptstadt Bozen über die Bühne geht

Es gibt Gebiete, an denen der Radsport den Himmel, die Berge sowie die körperliche Anstrengung unmittelbar miteinander verbindet. Gebiete, wo sich in Weideflächen und Apfelwiesen eingebettete Straßen in Richtung Gletschergipfeln schlängeln und jede Kurve ihre eigene Radsportgeschichte erzählen kann. Zu genau jenen Gebieten gehört Südtirol. Die nördlichste Provinz Italiens ist bei der 49. Ausgabe der Tour of the Alps (20. bis 24. April 2026) die zweite von drei Regionen, die von den Teilnehmern anvisiert wird. In Südtirol geht es ordentlich zur Sache: Während die Bergankunft im Martell am Dienstag, 21. April den Anfang macht, beginnt die Etappe tags darauf am Mittwoch, 22. April in Latsch und führt von dort aus ins Trentino. Den Abschluss bildet schließlich die fünfte Etappe, mit der die TotA am Freitag, 24. April in Bozen endet. 

Die zweite Etappe am Dienstag, 21. April beginnt in Telfs in Tirol und geht 147,5 Kilometer später in Martell zu Ende. Nach einer ersten Bergwertung auf der Piller Höhe führt die Strecke am Reschenpass über die österreichisch-italienische Grenze. Dabei bietet sich dem Fahrerfeld ein beeindruckender Blick auf den türkisfarbenen Reschensee, dem größten See Südtirols. Bekannt ist der See vor allem für den aus dem Wasser ragenden Kirchturm von Graun im Vinschgau, der an das ursprüngliche Dorf erinnert, da nach dem Bau des Staudamms im Jahr 1950 überflutet und etwas oberhalb neu errichtet wurde.

Nach dem Reschenpass verläuft die Strecke zunächst für einige Kilometer entlang eines Hochplateaus, ehe die Teilnehmer über eine lange Abfahrt ins Vinschgau und damit in eines der höchstgelegenen Obstanbaugebiete Europas gelangen. Rund sechs Kilometer vor dem Ziel wartet der finale Anstieg in Richtung Martelltal, der mit einer durchschnittlichen Steigung von 8 Prozent endgültig die Spreu vom Weizen trennen dürfte. Der Anstieg geht rund 500 Meter vor der Ziellinie zu Ende und leitet ein Finale ein, das sowohl bergab als auch bergauf führt – somit sind sämtliche Voraussetzungen für ein spektakuläres Etappenfinish inmitten einer nahezu unberührten Berglandschaft gegeben.

 Die dritte Etappe am Mittwoch, 22. April startet in der Vinschger Talsohle und führt von Latsch über 175,1 Kilometer nach Arco ins Trentino. Latsch präsentiert sich als lebendige Ortschaft, die vom Durchfluss der Etsch und einem milden Klima geprägt ist. Während die ersten gut 25 Kilometer der Etappe flach verlaufen, ändert sich das Streckenprofil in der Folge grundlegend: In der Ortschaft Lana wartet der Anstieg hoch auf das Hofmahdjoch, das mit 1.586 Metern den höchsten Punkt der TotA 2026 markiert. Die Rampe ist 22,2 Kilometer lang und durchschnittlich 5,7 Prozent steil – es verwundert daher wenig, dass der Gipfel, der sich an der Grenze zwischen Südtirol und dem Trentino befindet, mit einer Bergwertung der ersten Kategorie versehen ist. Am Pass gibt es seit 1998 einen Tunnel, der das Ultental mit dem Nonstal am Fuße der Maddalene-Kette verbindet. 

„Es ist für uns eine große Ehre, eine Etappe der zehnten Tour of the Alps-Ausgabe direkt vor unserer Haustür ausrichten zu dürfen. Die zweite Etappe mit Ziel im Martelltal und der Start der dritten Etappe in Latsch knüpfen an große Radsport-Ereignisse an – bereits 2014 endete hier nämlich die Königsetappe des Giro d’Italia. Als Etappenort der TotA können wir die Frühjahrssaison im Vinschgau erneut mit einem hochklassigen Radsportevent eröffnen. Für unser Gebiet ist das Rennen nicht nur sportlich, sondern auch aus touristischer Sicht von großer Bedeutung. Unser Dank gilt dem Organisationskomitee sowie den vielen freiwilligen Helfern, die zum Erfolg dieses Events beitragen. Wir wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg und allen Zuschauern zahlreiche packende Momente“, betonen Roman Schwienbacher (Präsident des Tourismusvereins Latsch-Martel), Mauro Dalla Barba (Bürgermeister von Latsch) und Georg Altstätter (Bürgermeister von Martell).

Die fünfte und letzte Etappe am Freitag, 24. April mit Start in Trient und Ziel nach 128,6 Kilometern in Bozen verspricht Spannung bis zum Schluss. Auf den ersten 20 Kilometern geht es im Trentino gleich zur Sache, ehe die Fahrer über die Weinstraße nach Südtirol gelangen. Das Gebiet am Rande der Weinstraße gehört zu den bekanntesten Weinregionen Europas, wobei nahezu alle Rebflächen mit dem DOC-Gütesiegel ausgezeichnet sind. 

Nach rund 50 Kilometern führt die Strecke gleichmäßig bergauf bis nach Kaltern. Im Überetscher Weindorf angekommen, wartet eine kurze Rampe hoch zum Ortsteil St. Nikolaus, im Volksmund häufig als Kalterer Höhe bezeichnet. Diese Rampe ist 4,4 Kilometer lang und im Schnitt 6,6 Prozent steil – damit zählt sie als Bergwertung der zweiten Kategorie. Danach kehrt das Fahrerfeld über eine schnelle Abfahrt in die Talsohle zurück und passiert in Bozen – rund 50 Kilometer vor dem Ziel – erstmals die Ziellinie.

Von der Landeshauptstadt aus geht’s weiter nach Jenesien, wo ein 19 Kilometer langer Rundkurs ansteht, der zweimal absolviert werden muss. Schlüsselstelle ist dabei sicherlich der Anstieg hoch nach Nobls oberhalb von Jenesien, der mit einer Länge von 9,2 Kilometern und einer durchschnittlichen Steigung von 6,2 Prozent alle Eigenschaften aufweist, um den Kampf um das Grüne Trikot kurz vor Schluss komplett auf den Kopf zu stellen. Nach der letzten Bergwertung folgen drei abwechslungsreiche Kilometer, bevor beim zweiten Durchgang in Oberglaning der letzte Zwischensprint mit Zeitgutschriften wartet. Eine finale Abfahrt in die Talsohle führt schließlich zum Ziel nach Bozen. 

Bozen ist mit seiner bewegten Geschichte, seinen beeindruckenden Monumenten und seiner vielfältigen Kultur ein wahrer Treffpunkt zwischen italienischer und deutscher Tradition, gelebtem Brauchtum und modernem Lebensstil. Der Bozner Dom – ein romanisch-gotisches Juwel aus dem 11. Jahrhundert – prägt das Stadtbild ebenso wie die eleganten Laubengebäude der historischen Altstadt. Das alles und noch viel mehr machen die Südtiroler Landeshauptstadt zum perfekten Schauplatz für die Krönung des TotA-Champions 2026. 

„Bozen ist von Natur aus eine Fahrradstadt. Ein nahezu 70 Kilometer langes Radwegenetz verbindet sämtliche Stadtteile mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Daraus ist eine tief verankerte Fahrradkultur entstanden, die durch Veranstaltungen wie den Giro delle Dolomiti oder auch die Tour of the Alps weiter gestärkt wurden. Wir freuen uns darauf, der lokalen Bevölkerung und unseren Gästen die Gelegenheit zu bieten, die besten Radsportler der Welt direkt am Fuße der Dolomiten und im Herzen der Stadt Bozen mitzuerleben“, erklärt Roland Buratti, Präsident des Verkehrsamtes Bozen.

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