Ben O’Connor kehrt zur Tour of the Alps zurück:„Ein Rennen auf höchstem Niveau“
Wenn am Montag, 20. April in Innsbruck der Startschuss zur Tour of the Alps 2026 fällt, ist mit Ben O’Conner ein Fahrer dabei, der eine ganz besondere Beziehung zur Rundfahrt pflegt: Der Australier feierte beim grenzüberschreitenden Etappenrennen 2018 nicht nur seinen Durchbruch in der internationalen Radsport-Szene, sondern legte in der Alpenregion 2024 mit dem zweiten Platz in der Gesamtwertung nach. „Ich liebe die TotA und das hohe Niveau in der Alpenregion einfach“, schwärmt der 30-Jährige im Hinblick auf die heurige Ausgabe
Manche Rennen sind „nur“ ein Zwischenstopp auf der Karriereleiter eines Radsportlers, andere hingegen hinterlassen über Jahre hinweg bleibende Spuren. Für Ben O’Connor stellt die Tour of the Alps so etwas wie einen Mix aus beidem dar. Der Australier blickt mit großer Vorfreude auf die 49. Ausgabe des grenzüberschreitenden Etappenrennens, das von Montag, 20. bis Freitag, 24. April auf den Straßen der Euregio Tirol, Südtirol,Trentino über die Bühne geht.
Vor acht Jahren feierte O’Connor auf der dritten Etappe der TotA 2018 seinen ersten Sieg im Kreise der besten Straßenrad-Asse der Welt. Sechs Jahre später legte der „Aussie“ noch einen drauf und musste sich als Zweiter der Gesamtwertung nur dem Spanier Juan Pedro Lopez geschlagen geben. Im weiteren Saisonverlauf ließ der heute 30-Jährige zahlreiche Erfolgserlebnisse folgen und heimste unter anderem Rang vier beim Giro d’Italia, Platz zwei bei der Vuelta a España sowie die WM-Silbermedaille (hinter Ausnahmekönner Tadej Pogačar) ein.
Zwei Jahre nach seinem letzten Auftritt in der Alpenregion kehrt O’Connor als Kapitän des Teams Jayco-AlUla also an jenen Ort zurück, an dem ihm sein internationaler Durchbruch gelang. Allerdings haben sich die Vorzeichen mittlerweile geändert: Nun ist der Allrounder nämlich kein Außenseiter mehr, sondern gilt als einer der Top-Favoriten im Kampf um das Grüne Melinda-Trikot.
„Meine Form sollte stimmen. Ich fühle mich nach meinem Höhentrainingslager in Andorra und der Sierra Nevada sehr gut und möchte bei der Tour of the Alps mit den Besten mithalten können. Es ist kein Geheimnis, dass ich die Rundfahrt mag und das Streckenprofil in der Alpenregion schon immer geschätzt habe“, gibt O’Connor zu Protokoll.
Mit Blick auf die TotA 2026 blieben die Macher des Sport Alto Garda ihrer Linie treu und stellten fünf intensive Etappen mit zahlreichen anspruchsvollen Anstiegen auf die Beine. Dem Australier sollte die Streckenführung entgegenkommen – schließlich handelt es sich um ein Terrain, das von Beginn an eine offensive Fahrweise begünstigt.
„Die fünf Etappen sind sehr anspruchsvoll. Bei der Bergankunft im Martelltal am zweiten Tag dürfte sicher schon eine erste Duftmarke in Sachen Gesamtwertung gesetzt werden. Danach folgen lauter Etappen, bei denen bereits früh attackiert werden muss“, analysiert O’Connor und fügt hinzu: „Man muss von Anfang an ans Limit gehen – ansonsten kann es passieren, dass man schon frühzeitig den Anschluss verliert. Genau das macht die Rundfahrt aus: Sie ist zwar anstrengend, aber wunderschön zu fahren.“
Der Australier sieht die Tour of the Alps als idealen Formtest kurz vor dem Giro d‘Italia: „Es gibt sowohl lange Anstiege als auch selektive Bergankünfte. Das ist genau das Richtige zum jetzigen Zeitpunkt der Saison.“ Angesprochen auf die starke Konkurrenz reagiert der 30-Jährige gelassen: „Das Niveau in der Alpenregion ist immer sehr hoch. Es bringt nichts, auf die vielen starken Fahrer im Feld zu schauen. Ich konzentriere mich einzig auf mich selbst. Spätestens nach den fünf Renntagen weiß ich, wo ich genau stehe.“
Einen Tag vor der Auftaktetappe, die am Montag, 20. April stattfindet, erhalten O’Connor und Co. in Innsbruck erstmals eine große Bühne: Am Sonntag, 19. April, fällt im Kongresshaus Innsbruck am Rennweg mit der Eröffnungspressekonferenz um 16.15 Uhr sowie der Mannschaftsvorstellung um 17 Uhr nämlich der offizielle Startschuss zur Tour of the Alps 2026.