Stigger, Pirrone und Farina: Besondere Patinnen für eine besondere Rundfahrt

2020 stehen der Tour of the Alps erstmals drei Patinnen zur Seite. Das Trio verkörpert den grenzüberschreitenden Euregio-Gedanken wie kaum ein anderer.

Im Rahmen der Präsentation in Mailand wurde eine weitere Neuheit der Tour of the Alps 2020 vorgestellt: Erstmals in der Geschichte stehen der grenzüberschreitenden Rundfahrt nämlich drei Patinnen zur Seite. Das Trio wurde dabei nicht zufällig gewählt – jede der Patinnen repräsentiert nämlich eine andere Sportart und kommt aus einem der drei Gebiete der Euregio-Region. Die drei Patinnen sind gleichzeitig auch das Gesicht der #LiveUphill-Kampagne, die ein zentrales Merkmal der kommenden Ausgabe der TotA darstellt.

Eine der drei Patinnen ist Laura Stigger aus dem Ötztal. Die 19-Jährige ist eines der vielversprechendsten Talente im österreichischen Radsport und hat bereits zwei Junioren-Weltmeistertitel in ihrer Paradedisziplin Cross-Country gewonnen. Außerdem kürte sich die Nordtirolerin 2018 bei der Heim-WM in Innsbruck zur Junioren-Weltmeisterin im Straßenrennen. In diesem Jahr hat Stigger erneut Großes vor: Die gebürtige Innsbruckerin nimmt nicht nur den Mountainbike-Weltcup in Angriff, sondern will sich im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Tokio 2020 endgültig in der MTB-Weltspitze etablieren sowie ihre Maturaprüfung ablegen.

Der Name der zweiten Patin, Elena Pirrone, dürfte allen Radsportfans ein Begriff sein: Die 20-Jährige aus Leifers/Laives in Südtirol eroberte bei der Straßenrad-Junioren-WM 2017 in Bergen (Norwegen) zwei Medaillen und erlangte damit rasch international Bekanntheit. Obwohl Pirrone als Riesentalent gilt, schaffte es die Leifererin bisher noch nicht, in der Elite-Kategorie an ihre Erfolge bei den Junioren anzuknüpfen. Die Tour of the Alps soll die Südtirolerin auf ihrem Weg nach oben weiter voranbringen.

Die dritte Patin trägt den Namen Eleonora Farina und ist im Downhill zuhause. Die Trentinerin ist gemeinsam mit der Südtirolerin Veronika Widmann das Aushängeschild des italienischen Downhill-Sports und feierte mit dem Gewinn des Europameistertitels 2017 den größten Erfolg ihrer Karriere. Nach einer ansprechenden Saison 2019 hat die 28-Jährige ihren Blick bereits auf das bevorstehende Jahr gerichtet: Dann will Farina nämlich beim Weltcup in Val di Sole ganz vorne mitfahren. Zuletzt wurde die aus Pietramurata stammende Downhillerin bei ihrem Heimrennen erst von einem Reifenschaden gebremst.

Jede der drei Patinnen hat ihre eigene Geschichte zu erzählen und ist in einem anderen Bereich des Sports zuhause. Stigger, Pirrone und Farina fungieren als Sprachrohr ihrer Region und sollen den sportlichen Geist sowie die Werte, welche die Euregio-Gebiete Nordtirol, Südtirol und Trentino bei der Realisierung des Projekts „Tour of the Alps“ vorangetrieben haben, nach außen tragen.