Paolo Bettini nimmt die „geniale“ Tour of the Alps 2021 unter die Lupe

Der ehemalige Weltklasse-Athlet Paolo Bettini wird die fünf Etappen der TotA, die im April 2021 auf dem Programm stehen, in Form von Video-Beiträgen kurzen vorstellen. „Bei der Rundfahrt wechseln sich selektive Teilstücke mit spektakulären Abschnitten ab – gerade deshalb ist sie bei den Athleten so beliebt“, so das erste Fazit des zweifachen Weltmeisters und Olympiasiegers von 2004

Auch wenn es noch rund sieben Monate dauert, bis der Startschuss zur 43. Ausgabe der Tour of the Alps (19. – 23. April 2021) fällt, so ist die Vorfreude in den drei Regionen der Euregio dennoch greifbar.

Bevor sich die besten Rad-Asse der heutigen Zeit auf den Straßen Tirols, Südtirols und des Trentino messen, wird ein Ausnahmekönner der Vergangenheit die Strecken der TotA genauer unter die Lupen nehmen. Bei diesem Ausnahmekönner handelt es sich um einem der größten Champions, den der Radsport Anfang der 2000er-Jahre hervorgebracht hat, dem Italiener Paolo Bettini. Der 46-Jährige eroberte einen Olympiasieg (2004 in Athen) sowie zwei Straßen-Weltmeistertitel (2006 und 2007) und ist heute bei Fernseh-Übertragungen als Experte im Einsatz.

Mit Österreich – dem Land durch das ein Teil der Rundfahrt führt – verbindet Bettini beste Erinnerungen: 2006 krallte er sich bei der Straßen-WM in Salzburg den Sieg und damit zum ersten Mal in seiner Karriere das Regenbogentrikot. Nun freut sich der Azzurro auf die „kurzen, aber anspruchsvollen“ Etappen der Tour of the Alps.

„Als aktiver Fahrer war ich zwei Mal beim Giro del Trentino dabei. In den letzten Jahren habe ich die Tour of the Alps gerne verfolgt, da die Rundfahrt immer interessante Etappen zu bieten hatte und sich aus technischer Perspektive einen richtig großen Namen aufgebaut hat. Auf den fünf Teilstücken wechseln sich selektive Anstiege mit spektakulären Abschnitten ab, zudem werden zu hohe Gipfel, die aufgrund der oft schwierigen Wetterbedingungen für Probleme sorgen, vermieden. Gerade deshalb ist die TotA bei Athleten und Fans so beliebt“, so Bettini.

„Ich persönlich hätte mir auf der ersten Etappe die größten Chancen eingerechnet. Der Rampe hin zum Brenner ist nicht übertrieben schwer und trotz des Anstiegs nach Axams im letzten Teil gehe ich davon aus, dass es zum Auftakt einen Sprint um den Tagessieg geben könnte. Zu meiner aktiven Zeit hätte auch ich ein Wörtchen mitreden können“, kommentiert der Italiener mit einem Schmunzeln.

Bettinis Experten-Einschätzungen werden in Form von fünf Kurzvideos veröffentlicht, die auf den offiziellen Kommunikationskanälen der Tour of the Alps hochgeladen werden. Der ehemalige sportliche Leiter der italienischen Straßenrad-Nationalmannschaft genoss seine Fahrten durch die atemberaubenden Landschaften der Alpen: „Die Tage im Sattel auf den Straßen Tirols, Südtirols und dem Trentino haben Lust auf mehr gemacht. Die Gastfreundschaft der Personen und die tollen Strecken haben mich schwer beeindruckt, daher hoffe ich, dass ich schon bald zurückkehren kann – vielleicht auch schon vor April 2021.“

Die Streckenführung der Tour of the Alps 2021

Die Veranstalter des GS Alto Garda haben das ursprünglich geplante Streckenprofil der Tour of the Alps 2020, das wegen des Coronavirus nicht zum Zug kam, für die Ausgabe im nächsten Jahr bestätigt. Möglich war dies dank der perfekten Zusammenarbeit mit den Gebietskörperschaften der Regionen Tirol, Südtirol und dem Trentino sowie den einzelnen Etappenorten, welche im Rahmen der TotA anvisiert werden.

Die Tour of the Alps wird im April 2021 zum ersten Mal überhaupt in Südtirol gestartet: Zunächst steht am Sonntag, 18. April am Brixner Domplatz die feierliche Eröffnung des grenzüberschreitenden Etappenrennens auf dem Programm, ehe tags darauf die erste Etappe von Brixen nach Innsbruck in Nordtirol über die Bühne geht.

Das zweite Teilstück am Dienstag, 20. April wird ausschließlich auf Nordtiroler Boden gefahren. Von Innsbruck aus geht’s nach Feichten im Kaunertal. Die dritte Etappe am Mittwoch, 21. April wird in Imst in Nordtirol gestartet und endet in der Südtiroler Gemeinde Naturns.

Das vierte und längste Teilstück der TotA 2021 am Donnerstag, 22. April beginnt in Naturns und geht ins Valle del Chiese nach Pieve di Bono (Trentino), während die fünfte Etappe am Freitag, 23. April, welche das Trentino nie verlässt, die Fahrer vom Valle del Chiese/Idroland nach Riva del Garda bringt. Dort steht schließlich der Sieger der Rundfahrt, die von vielen Athleten als wichtige Generalprobe im Hinblick auf den Giro d’Italia gesehen wird, fest.