Talente aus der ganzen welt stellen sich der Tour of the Alps 2023

Talente aus der ganzen welt stellen sich der Tour of the Alps 2023

Auch die ersten 18 Mannschaften, die vom 17. bis 21. April dieses Jahres am grenzüberschreitenden Etappenrennen in der Alpenregion teilnehmen, wurden im Zuge des Festakts der breiten Öffentlichkeit präsentiert

Obwohl der prall gefüllte internationale Radsportkalender der Tour of the Alps alles andere als entgegenkommt, ist es den Veranstaltern des G. S. Alto Garda auch in diesem Jahr gelungen, die Crème de la Crème des Straßenradsports in die Alpenregion zu locken. Drei Monate vor dem Auftakt der 46. Ausgabe der Rundfahrt stehen die ersten 18 teilnehmenden Mannschaften fest – vervollständigt wird das hochkarätige Starterfeld mit den letzten fehlenden Teams in den kommenden Wochen. Dabei wird genauestens darauf geachtet, welche verfügbare Formation sich am besten dazu eignen, um bei der TotA in den Sattel zu steigen.

Nicht weniger als acht World-Tour-Mannschaften nehmen die Tour of the Alps 2023 in Angriff. Neben AG2R Citroen Team (Frankreich) sind dies Astana Qazaqstan Team (Kasachstan), Bahrain Victorious (Bahrain), Bora-Hansgrohe (Deutschland), EF Education-Easy-Post (USA), INEOS Grenadiers (Großbritannien), Movistar Team (Spanien) und Team DSM (Niederlande).

Zusätzlich zu den acht World-Tour-Teams stellen sich neun renommierte Profi-Mannschaften der diesjährigen Rundfahrt. Diese sind Israel-Premier Tech (Israel), Uno-X Pro Cycling (Norwegen), Eolo-KometaGreen Project-Bardiani-CSF-Faizané und Team Corratec (alle Italien), Caja Rural-Seguros RGAEquipo Kern Pharma und Euskaltel Euskadi (alle Spanien) sowie Q36.5 Pro Cycling Team (Schweiz). Komplettiert wird die Liste von der österreichischen Nationalmannschaft, die heuer zum ersten Mal bei der TotA mit dabei ist.

Da der österreichische Radsport darauf abzielt, bei der Tour of the Alps eine immer gewichtigere Rolle einzunehmen, darf man besonders gespannt sein, welche Athleten Nationaltrainer Stefan Sölkner bei der Premiere seiner Mannschaft für die Rundfahrt nominiert. Bereits in den letzten beiden Jahren gelang es zwei österreichischen Fahrern, der TotA dick und fett ihren Stempel aufzudrücken: Während Felix Großschartner 2021 die Schlussetappe in Riva del Garda für sich entschied, sorgte Felix Gall 2022 mit dem sechsten Platz in der Gesamtwertung für Furore.

Umjubelter Sieger der Tour of the Alps 2022 war der Franzose Romain Bardet. Neben dem Kletterspezialisten aus Brioude zeigte auch der niederländische Jungspund Thymen Arensman, der als Gesamt-Dritter seinen internationalen Durchbruch feierte, besonders auf. In diesem Jahr möchte die TotA allen Teilnehmern einmal mehr als Generalprobe für den Giro d’Italia dienen und wenige Wochen vor Beginn der Italien-Rundfahrt als letztes mehrtägiges Highlight im Radsportkalender zum Einsatz kommen.

Auch wenn zahlreiche Fahrer die Tour of the Alps dazu nutzen, um ihre Form im Hinblick auf die bedeutendsten Rundfahrten der Saison zu prüfen, so hat sich das grenzüberschreitende Etappenrennen mittlerweile zu einem prestigeträchtigen Großereignis entwickelt, das jeder Teilnehmer gewinnen will. Aus diesem Grund darf man besonders gespannt sein, wer die letzten beiden Mannschaften sein werden – schließlich setzen die Veranstalter des G. S. Alto Garda alles daran, dass an den fünf Tagen auf den Straßen Tirols, Südtirols und des Trentino erneut ein noch unbekannter Stern am Radsporthimmel aufgeht.

ZAHLREICHE HOCHKARÄTER HABEN SICH ANGEKÜNDIGT

Obwohl noch nicht alle Teams ihre Planung für die anstehende Saison bekanntgegeben haben, ist schon jetzt klar, dass sich im Starterfeld der Tour of the Alps 2023 eine Vielzahl von „dicken Fischen“ tummeln wird. So haben unter anderem Jack Haig (Bahrain Victorious) und Alexandr Vlasov (Bora-Hansgrohe) ihre Teilnahme an der Rundfahrt bestätigt. Haig zählt zu den stärksten Bergfahrern der Szene und zeigte 2021 mit dem dritten Platz in der Gesamtwertung der Vuelta a España auf. In diesem Jahr möchte der 29-jährige Australier den nächsten Schritt machen und sich endgültig in der Weltspitze festsetzen. Dasselbe gilt für Vlasov, der 2022 die Tour de Romandie gewann und die äußerst anspruchsvolle Tour de France als Gesamt-Fünfter abschloss.

Für die heurige Ausgabe der Tour of the Alps hat sich auch das Team INEOS Grenadiers angekündigt. Die britische Mannschaft kann auf einen Mix aus Unbekümmertheit und Erfahrung zurückgreifen und hat mit dem jungen Thymen Arensman sowie dem erfahrenen Geraint Thomas zwei bärenstarke Fahrer in den eigenen Reihen, die auch beim Giro d’Italia zum engsten Favoritenkreis zählen. Thomas (Sieger der Tour de France 2018) ist beim grenzüberschreitenden Etappenrennen alles andere als ein Unbekannter, ließ er doch bei der Premiere der TotA im Jahr 2017 die gesamte Konkurrenz hinter sich.

Auch das Team AG2R Citroen mit dem Tiroler Felix GallAndrea Vendrame aus Italien sowie dem Gewinner der ersten Tour-of-the-Alps-Etappe des Vorjahres, Geoffrey Bouchard, hat seine Teilnahme am Spektakel in der Alpenregion zugesagt. Selbiges gilt für Astana Qazaqstan, das aller Voraussicht nach vom US-Amerikaner Joe Dombrowski angeführt wird. Ebenso mit dabei sind die gewohnt starken Mannschaften EF Education-EasyPost, Team Movistar und Team DSM – letztere stellte mit Romain Bardet auch den Gesamtsieger der TotA 2022.

Aus der Liste der neun Profi-Mannschaften sticht neben den drei italienischen Teams Eolo Kometa, Green Project-Bardiani CSF Faizané und Team Corratec die Formation Israel Premier Tech besonders ins Auge. Die israelische Mannschaft ist äußerst prominent besetzt und kann auf mehrere Weltklasse-Athleten, darunter Kaliber wie Chris Froome, zurückgreifen. Auch den spanischen Teams Caja Rural -Seguros RGA, Euskaltel Euskadi und Equipo Kern Pharma sowie der norwegischen Mannschaft Uno-X (in diesem Jahr erstmals bei der Tour de France am Start) darf auf den fünf Etappen in den drei Euregio-Gebieten einiges zugetraut werden. Das neu gegründete Q36.5 Cycling Team aus der Schweiz, das von einem Südtiroler Hauptsponsor unterstützt wird, ist ebenfalls für die ein oder andere Überraschung gut.

VON NORDTIROL GEHT ES ÜBER DAS TRENTINO NACH SÜDTIROL

In diesem Jahr fällt in Nordtirol der Startschuss zur Tour of the Alps. Damit wird das grenzüberschreitende Etappenrennen zum dritten Mal nach 2017 und 2019 in der nördlichsten der drei Euregio-Gebiete gestartet. War damals stets Kufstein Schauplatz des Auftakts, so geht dieser 2023 im Alpbachtal über die Bühne.

Bevor am Montag, 17. April die erste Etappe gestartet wird, steht tags zuvor (Sonntag, 16. April) die offizielle Eröffnung der TotA 2023 auf dem Programm. Diese findet im Kongresszentrum von Alpbach, in dem 2020 die Vereinbarung zur Gründung des EVTZ „Euregio Connect“ unterzeichnet wurde, statt. Die Auftaktetappe mit Start in Rattenberg endet nach 127,5 Kilometern mit einer Bergankunft in Alpbach.

Die zweite und längste Etappe der Tour of the Alps 2023 am Dienstag, 18. April führt über 165,2 Kilometer von Reith im Alpbachtal auf den Ritten in Südtirol. Zuerst passiert das Fahrerfeld am Brenner die österreichisch-italienische Grenze, ehe auf der zweiten Etappenhälfte selektive Anstiege nach Barbian und zum Mittelberg bezwungen werden müssen. Das Ziel befindet sich in der Ritten Arena in der Ortschaft Klobenstein – einem Eisring, der im Winter unter anderem für Eisschnelllauf-Wettbewerbe genutzt wird.

Im Rahmen der dritten Etappe am Mittwoch, 19. April gelangen die Teilnehmer erstmals ins Trentino. Das Teilstück beginnt am Ritten und endet nach 162,5 Kilometern in Brentonico San Valentino. Nach hundert gemütlichen Kilometern dürfte sich auf den beiden Anstiegen am Ende der Etappe die Spreu vom Weizen trennen: Die erste Rampe geht hoch zum Cei-See, der schwierige Schlussanstieg führt nach San Valentino di Brentonico, wo die Etappe zu Ende geht.

Die vierte Etappe am Donnerstag, 20. April wird ausschließlich auf Trentiner Boden gefahren. Von Rovereto geht es über 152,9 Kilometer nach Predazzo, wobei mit den Anstiegen zum Passo del Sommo, dem St.-Colomba-See sowie der Rampe hoch zum Passo di Pramadiccio gleich drei Herausforderungen warten.

Die fünfte und letzte Etappe am Freitag, 21. April mit Start in Cavalese und Ziel in Bruneck hat es von Anfang an in sich: Gleich nach Beginn müssen die Fahrer hoch zum Lavazé-Pass, der mit 1.808 Metern den höchsten Punkt der Tour of the Alps 2023 darstellt. Danach geht im Pustertal das große Finale der Rundfahrt über die Bühne: Dieses beginnt mit einem höchst selektiven Anstieg nach Mühlbach und endet nach einem Mix an Anstiegen und Abfahrten im Zentrum der Stadt Bruneck.

Für alle fünf Etappen der Tour of the Alps ist eine rund zweistündige Live-Übertragung im internationalen Fernsehen vorgesehen.

TOUR OF THE ALPS 2023 – DIE FÜNF ETAPPEN IM ÜBERBLICK

Montag, 17. April 2023
1. Etappe: Rattenberg – Alpbach, 127,5 km
2.470 Höhenmeter. Schwierigkeit: ***

Dienstag, 18. April 2023 
2. Etappe: Reith im Alpbachtal – Ritten, 165,2 km
2.860 Höhenmeter. Schwierigkeit: **

Mittwoch, 19. April 2023 
3. Etappe: Ritten – Brentonico San Valentino, 162,5 km
2.940 Höhenmeter. Schwierigkeit: ****

Donnerstag, 20. April 2023
4. Etappe: Rovereto – Predazzo, 152,9 km
3.610 Höhenmeter. Schwierigkeit: ****

Freitag, 21. April 2023 
5. Etappe: Cavalese – Bruneck, 144,5 km
2.910 Höhenmeter. Schwierigkeit: ***

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